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FAQ

FAQ

Hier finden Sie die Antworten zu den meistgestellten Fragen rund um SERAMIS®.

Sollten Sie hier auf Ihre Frage nicht die richtige Antwort finden, so können Sie uns entweder direkt über das Kontaktformular Ihre Frage stellen oder Sie wenden sich an unser Experten-Team!

Generelle Fragen zu SERAMIS®

  • Wo kann man SERAMIS® kaufen?

    Die gesamte SERAMIS® Produktpalette erhalten Sie in gut sortierten Baumärkten wie Obi, Praktiker, Toom etc., in großen Gartencentern und Gärtnereien sowie im Lebensmitteleinzelhandel.

    Des Weiteren können Sie SERAMIS® auch online z.B. unter www.amazon.de erhalten.

  • Kann man Pflanzen in SERAMIS® auch nach draußen stellen?

    Stehen die Gefäße direkt im Freien, müssen sie mit einem Loch versehen sein, damit überschüssiges Regenwasser abfließen kann. Sie können auch geschlossene Gefäße mit  mehreren Löchern versehen, z. B. in einer Höhe von 3-6 cm. Diese Öffnungen dienen dann als Abfluss und die Fläche unterhalb der Löcher als zusätzlicher Wasserspeicher. Damit der Wurzelballen nicht „im Wasser steht“ am besten das Gefäß mindestens bis zur Lochhöhe mit SERAMIS® auffüllen. Löcher im Gefäßboden bitte unbedingt mit einer Tonscherbe abdecken, damit nur das überschüssige Wasser, nicht aber das Granulat ausgespült wird.

    Wird SERAMIS® in offenen Gefäßen verwendet, muss dieses unbedingt auf einem Untersetzer stehen, um das überschüssige, rötlich gefärbte Gießwasser aufzufangen. Die Einfärbung entsteht durch das Ausschwemmen roter Staubpartikel, die in den Poren enthalten sind. Dieses Ausschwemmen tritt bei den ersten Gießvorgängen verstärkt auf und wird dann nach und nach schwächer.

  • Ist SERAMIS unbedenklich für Mensch und Tier?

    SERAMIS® Ton-Granulat besteht nur aus Ton, der bei ca. 1000 °C gebrannt wird. Durch den Brennprozess hat das Granulat nahezu Trinkwasserqualität hinsichtlich der zulässigen Keime (Bakterien und Pilze), wenn es aus der Originalverpackung kommt. Beim Umtopfvorgang wird diese Eigenschaft jedoch aufgehoben, da das Granulat mit dem Erdballen und der Pflanze in Berührung kommt und diese Teile natürlich nicht keimfrei sind.

    Wir empfehlen Ihnen deshalb, bei auffälligen Veränderungen im Verhalten Ihres Kindes/ Tieres nach dem Verschlucken von SERAMIS® Ton-Granulat in jedem Fall einen Arzt zu konsultieren.

    Auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne die Sicherheitsdatenblätter mit mehr Details zum SERAMIS® Ton-Granulat sowie den SERAMIS® Vitalnahrungen.

Fragen zum SERAMIS® Ton-Granulat für Zimmerpflanzen

  • Das Umtopfen in SERAMIS® Ton-Granulat

    SERAMIS® ist für alle Zimmerpflanzen geeignet und ein Umtopfen der Pflanzen ist das ganze Jahr problemlos möglich.

    Für Ihr Umtopfen benötigen Sie zunächst einmal einen wasserdichten Topf  in beliebiger Form, ausreichend SERAMIS® Ton-Granulat, einen Gießanzeiger pro Topf und Dünger (entweder SERAMIS® flüssige Vitalnahrung  oder SERAMIS® Langzeitnahrung, je nach Bedarf für Grün- oder Blühpflanzen). Und schon kann es los gehen!

    Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf. Füllen Sie den neuen, etwas größeren Topf zu 1/3 mit dem SERAMIS® Ton-Granulat. Setzen Sie die Pflanze mit dem Erdballen hinein und füllen Sie den Topf mit Granulat auf. Stecken Sie den SERAMIS® Gießanzeiger bis zum unteren Rand des Anzeigefeldes in den Wurzelbereich der Pflanze.

    Gießen Sie die Pflanze: Haben Sie das Topfverhältnis von 2/3 SERAMIS®  zu 1/3 Erde eingehalten beträgt die optimale Gießmenge ca. 1/4 des Topfvolumens.

    Nach dem Gießvorgang wechselt der Gießanzeiger erst nach ca. 2-4 Stunden von "rot" auf "blau".

    Gießen Sie die Pflanze jetzt erst wieder, wenn das Anzeigefeld des Gießanzeigers "rot" ist. Zeigt er "blau", ist noch genügend Feuchtigkeit gespeichert, also muss nicht gegossen werden.

    Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Pflanzen nicht "übergießen". Die Gießintervalle verlängern sich deutlich beim Gebrauch von SERAMIS®. Gießen Sie erst wieder, wenn der Gießanzeiger "rot" anzeigt.

    Bitte verwenden Sie für Ihre Pflanzen die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung/die Langzeitnahrung für Grünpflanzen bzw. Blühpflanzen, da diese auf das SERAMIS®-System abgestimmt sind.
    Achten Sie auch unbedingt darauf, dass die Bedürfnisse der Pflanzen was Licht, Luftfeuchtigkeit, Temperatur usw. angeht, erfüllt werden, denn Pflanzen die sich nicht wohl fühlen lassen schnell einmal die Blätter hängen.

  • Kann man SERAMIS® auch im Außenbereich bzw. in Balkonkästen einsetzen?

    SERAMIS® kann auch im Außenbereich bzw. in Balkonkästen eingesetzt werden, bitte beachten Sie dabei folgende Punkte:

    Stehen die Gefäße direkt im Freien, müssen sie mit einem Loch versehen sein, damit überschüssiges Regenwasser abfließen kann. Sie können auch geschlossene Gefäße mit  mehreren Löchern versehen, z. B. in einer Höhe von 3-6 cm. Diese Öffnungen dienen dann als Abfluß und die Fläche unterhalb der Löcher als zusätzlicher Wasserspeicher. Damit der Wurzelballen nicht „im Wasser steht“ am besten das Gefäß mindestens bis zur Lochhöhe mit SERAMIS® auffüllen. Löcher im Gefäßboden bitte unbedingt mit einer Tonscherbe abdecken, damit nur das überschüssige Wasser, nicht aber das Granulat ausgespült wird.

    Wird SERAMIS® in offenen Gefäßen verwendet, muß dieses unbedingt auf einem Untersetzer stehen, um das überschüssige, rötlich gefärbte Gießwasser aufzufangen. Die Einfärbung entsteht durch das Ausschwemmen roter Staubpartikel, die in den Poren enthalten sind. Dieses Ausschwemmen tritt bei den ersten Gießvorgängen verstärkt auf und wird dann nach und nach schwächer.

    Ihre Balkon- und Terrassenpflanzen benötigen zum optimalen Wachstum eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen. Düngen Sie deshalb Ihre Pflanzen wahlweise mit Seramis®-Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen bei jedem Gießen. Als Startdüngung können Sie beim umtopfen die Seramis®-Langzeitnahrung für Grünpflanzen miteinarbeiten. Sollten Sie Blumenerde und Seramis® mischen, dann versorgt der Seramis®-Balkonpflanzendünger Ihren Sommerflor optimal mit allen wichtigen Nährstoffen.

    Sie können das Seramis®-Tongranulat auch mit Blumenerde mischen. Durch die Zugabe von Seramis®-Tongranulat erreichen Sie, daß die Blumenerde locker bleibt, der Wurzelballen dadurch besser durchlüftet und die Wasseraufnahme erhöht wird.

  • Können Kakteen, Sukkulenten und Kräuter in SERAMIS® gepflanzt werden?

    Kakteen, Sukkulenten und Kräuter können in SERAMIS® gepflanzt werden.

    Bitte beachten Sie, dass diese Pflanzen weniger Nährstoffe brauchen und deshalb nur bei jedem 2. Gießen gedüngt werden sollten. Für die Düngung der Kräuter und Kakteen verwenden Sie bitte die flüssige SERAMIS® Vitalnahrung für Blühpflanzen. Bei Kakteen müssen Sie nicht sofort, wenn der Gießanzeiger "rot" anzeigt, gießen. Sie können auch noch einige Tage (ca. 4-5) verstreichen lassen.

    Bitte gehen Sie beim Umtopfen wie folgt vor:

    - wasserdichtes Pflanzgefäß verwenden (bei Metallgefäßen bitte unbedingt das Gefäß mit Folie auslegen, da sich schädliche Metallionen lösen können)

    - Gefäßvolumen ermitteln (wichtig für die Gießmenge)

    - Pflanze mit komplettem Erdballen topfen

    - optimales Pflanzverhältnis ist 1/3 Pflanzballen zu 2/3 SERAMIS®

    - SERAMIS® Gießanzeiger in den Erdballen stecken

    - Gießen und zwar 1/4 des Topfvolumens

    - zum Ablesen den Gießanzeiger im Erdballen lassen

  • Kann man Bananenpflanzen in SERAMIS® topfen?

    Sie können Ihre Bananenpflanzen problemlos in SERAMIS® topfen.

    Bitte beachten Sie die jeweiligen Pflegeansprüche in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht der einzelnen Pflanzen.

    Wichtig zu wissen ist auch, dass die Pflanzen im Winter eine Ruhephase benötigen in der sie kühl und hell stehen. Im Sommer fühlen sich die Pflanzen draußen sehr wohl.

    Bitte verwenden Sie die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Blühpflanzen. Im Sommer düngen Sie bitte bei jedem Gießen, im Winter bitte nur bei jedem zweiten Gießen.

    Bananen haben einen sehr hohen Wasserbedarf, vor allem im Winter wenn die Heizungen laufen und die Luftfeuchtigkeit sinkt.

    Die optimale Gießmenge beträgt – haben Sie das Umtopfverhältnis von 2/3 SERAMIS® Ton-Granulat zu 1/3 Erdballen eingehalten – ¼ des Topfvolumens. Dies ist die maximale Wassermenge, die das Granulat speichern kann – und so bekommt Ihre Pflanze auch keine nassen Füße.

  • Kann man Zitruspflanzen auch in SERAMIS® topfen?

    Sie können Ihre Zitruspflanzen problemlos in SERAMIS® topfen.

    Bitte beachten Sie die jeweiligen Pflegeansprüche in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht der einzelnen Pflanzen.

    Wichtig zu wissen ist auch, dass die Pflanzen im Winter eine Ruhephase benötigen in der sie kühl und hell stehen. Im Sommer fühlen sich die Pflanzen draußen sehr wohl.

    Bitte verwenden Sie die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Blühpflanzen. Im Sommer düngen Sie bitte bei jedem Gießen, im Winter bitte nur bei jedem zweiten Gießen.

  • Eignet sich SERAMIS auch zur Anzucht von Jungpflanzen?

    SERAMIS® eignet sich hervorragend zum Aussäen und Anziehen von Stecklingen oder Ablegern, da keine Erde erforderlich ist. Die Ableger können mit ihren schwach ausgebildeten Wurzeln direkt in SERAMIS® eingepflanzt werden. Wichtig ist, dass Sie das Granulat mit den Stecklingen bzw. Ablegern feucht aber nicht nass halten und der Steckling oder Ableger hell steht (am besten setzen Sie den SERAMIS® Gießanzeiger ein). Ideal ist ein Minigewächshaus, denn in diesem können Sie die Luftfeuchtigkeit steuern. Dies ist für die Stecklinge wichtig, ansonsten verlieren sie sehr viel Flüssigkeit über die vorhandenen Blätter.
    Vergessen Sie auch nicht Ihre Pflänzchen zu Düngen. Verwenden Sie hierzu die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Grün- oder Blühpflanzen, da diese speziell auf das SERAMIS® System abgestimmt und Ihre Pflanzen so optimal versorgt sind.

  • Was ist das für ein weißer Belag auf dem SERAMIS® Ton-Granulat?

    Ein weißer Belag auf dem SERAMIS® Ton-Granulat kann zum einen eine Auskristallisierung von Salzen sein, zum anderen kann es sich um ein Schimmelpilzwachstum handeln. Beides unterscheidet sich wie folgt:

    • Auskristallisierungen sind weiß, lassen sich in der Regel gut abkratzen und sind in der Regel wasserlöslich.
    • Schimmelpilze sind an einem watteartigem, grau-weißem Geflecht zu erkennen, das sich schmierig anfühlt, wenn man es zwischen den Fingern reibt.

    Beides ist für die Pflanze nicht schädlich, es sieht nur unschön aus.
    Auskristallisierungen entstehen dadurch, dass Salze aus dem Dünger und dem Gießwasser im Wasser gelöst an die Substratoberfläche wandern. Dort verdunstet das Wasser, die Salze bleiben zurück und reichern sich an der Oberfläche an. Die Auskristallisierungen treten besonders bei hartem Gießwasser (enthält viel Kalk) in Verbindung mit zu feuchtem Granulat auf. Steht Ihnen nur hartes Wasser zur Verfügung, können Sie durch Maßnahmen wie Abkochen, Einhängen eines Torfsäckchens und Mischen des Gießwassers mit Regenwasser die Wasserhärte verringern.
    Um die Auskristallisierungen zu entfernen ersetzen Sie die obere Schicht durch neues Granulat.
    Das SERAMIS® Ton-Granulat an sich ist nahezu keimfrei, da das Substrat bei über 900°C gebrannt wird. Im Erdballen der Pflanze können jedoch neben anderen Stoffen auch Schimmelpilze enthalten sein, die bei zu feuchtem Granulat auskeimen können. Dies gilt im übrigen auch für die Schimmelsporen, die in der normalen Raumluft vorhanden sind.
    Treten Schimmelpilze auf, sollte das befallene Ton-Granulat entfernt, durch neues ersetzt und dieses trockener gehalten werden.

    Bitte beachten Sie die optimale Gießmenge:

    Haben Sie beim Umtopfen das Verhältnis 1/3 Erdballen 2/3 SERAMIS® berücksichtigt, beträgt die optimale Gießmenge 1/4 des Topfvolumens. Gießen Sie die Pflanze erst wieder, wenn das Anzeigefeld des Gießanzeigers komplett "rot" ist. Nach dem Gießvorgang wechselt der Gießanzeiger erst nach ca. 2-4 Stunden von "rot" auf "blau". Zeigt er "blau", ist noch genügend Feuchtigkeit gespeichert, also muss nicht gegossen werden.

Fragen zum SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen

  • Wie topfe ich meine Orchidee um?

  • Wie gieße ich meine Orchideen nach dem Umtopfen in SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen?

    "Es ist generell schwierig eine allgemeine Gießanleitung für Orchideen zu geben, da die Gießmenge und das Gießintervall stark variiert, abhängig von Faktoren wie Pflanzenart, Pflanzengröße, Standort, Licht, Temperatur, Jahreszeit etc." so unser Orchideen-Experte Herr Krusche, 1. Vorsitzender der Orchideenfreunde Ostwestfalen-Lippe e.V. (http://www.oowl.de/). Die mehr als 200 Mitglieder des Vereins OOWL haben seit der Einführung des SERAMIS® SPEZIAL-SUBSTRAT FÜR ORCHIDEEN bereits rund 3.000 Liter des Substrates umgetopft und sind begeistert.
    Herr Krusche empfiehlt die Orchideen generell immer feucht, jedoch nie nass zu halten. Eine kurze Trockenphase schadet der Orchidee nicht, Staunässe hingegen ist für sie tödlich, da dann schnell Wurzelfäulnis entsteht. Was das Gießen der Orchideen betrifft, so kann man grundsätzlich zwei Möglichkeiten unterscheiden:
    1. Gießen von Oben.
    Generell sollte wenig Flüssigkeit von oben peu a peu gegossen werden. Das SERAMIS® Tongranulat saugt die Flüssigkeit auf und gibt sie gleichmäßig wieder an die Pflanze ab. Überschüssiges Wasser sollte unten wieder aus dem Topf laufen können bzw. in geschlossenen Gefäßen durch eine Drainage aus ca. 3 cm SERAMIS® Standard Ton-Granulat aufgefangen werden, sodass die empfindlichen Wurzeln nie im Wasser stehen.
    Für Orchideen, die in geschlossene Gefäße gepflanzt sind (z.B. in Glasvasen) ist das die einzige Möglichkeit der Bewässerung. Beim Gießen von oben muss man je nach Pflanzenart, Pflanzengröße, Standort, Licht, Temperatur, Jahreszeit etc. abwägen wann wieder gegossen werden muss. Der Topf sollte sich leicht anfühlen und um auf Nummer sicher zu gehen kann man auch in das Substrat hinein fassen und so testen, ob es sich noch feucht genug anfühlt.

    2. Tauchen
    Die zweite Möglichkeit Orchideen zu wässern ist das Tauchen, jedoch nur Möglich, wenn die Orchideen in einem durchsichtigen Topf mit Drainage gepflanzt ist, der dann in einem Übertopf platziert ist. Dabei taucht man den Wurzelballen der Orchidee mitsamt dem durchsichtigen Topf  mit Drainage kurz unter Wasser (z.B. in einen Eimer oder im Waschbecken). Der Topf sollte so lange unter Wasser bleiben, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend muss man den Topf gut abtropfen und antrocknen lassen, indem man ihn z.B. auf einem Regal stehen lässt, bevor man ihn wieder in den Übertopf setzt.
    Beim Tauchen betragen die Gießintervalle etwa 1 1/2 – 2 Wochen. Man sollte auf jeden Fall warten bis der Topf sich wieder ganz leicht anfühlt.

  • Wie häufig muss das SERAMIS®-Spezial-Substrat für Orchideen ausgewechselt werden?

    Das  SERAMIS® Ton-Granulat hat generell kein Verfallsdatum. Das  SERAMIS®  Spezial-Substrat für Orchideen sollte  jedoch alle 3 Jahre ausgewechselt werden – bei  Bedarf auch früher. Das liegt zum Einen daran, dass sich die Rinde (zwar nur langsam) zersetzt, aber vor allem daran, dass die Orchideenwurzeln Stoffe absondern, die sich über einen längeren Zeitraum sonst in dem Substrat anreichern.

  • Warum lässt meine Orchidee die Blüten fallen und was kann ich dagegen tun?

    Verliert eine Orchidee die Blüten spricht man von Knospenfall. Knospenfall wird ausgelöst wenn die Pflanze nicht genügend Licht bekommt.
    Orchideen werden bei den Großzüchtern unter 900 Watt-Strahlern mit Kunst Licht einer Stärke von 30.000 Lux herangezogen. Steht die Orchidee dann bei grauen Winterwetter an der Fensterbank bekommt sie jedoch lediglich 800 Lux ab. Das ist für sie viel zu dunkel.
    Um Knospenfall vorzubeugen sollte man -vor allem in den dunklen Wintermonaten- seine Pflanzen also mit speziellen UV-Strahlern beleuchten oder jeden Sonnenstrahl ausnutzen.
    Im Frühjahr schadet es den Pflanzen noch nicht in der direkten Sonne zu stehen. Im Sommer kann dies jedoch kritisch werden, wenn die Fensterscheiben wie ein Brennglas wirken und so schnell sehr hohe Temperaturen auf der Fensterbank entstehen.

  • Warum lässt meine Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und was kann ich dagegen tun?

    Lässt die Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und zeigen sich schon erste Falten in Längsrichtung ab ist das im Gegensatz zu anderen Pflanzen kein Zeichen dafür, dass die Orchidee zu wenig Wasser hat, sondern ganz im Gegenteil, dass sie zu viel Wasser  bekommen hat!!
    Durch das überschüssige Wasser entstand Staunässe, was sehr schädlich für die empfindlichen Wurzeln ist.
    Sind die Wurzeln erst mal geschädigt und beginnen zu faulen, kann man leider nicht mehr viel machen um die Pflanze zu retten.
    Als Sofortmaßnahme sollte man die Pflanze versuchen trocken zu legen. Entweder durch abgießen des überschüssigen Wassers oder durch das ersetzen des kompletten Substrates mit neuem, trockenem Substrat.
    Generell gilt die Devise, dass Orchideen lieber zu trocken als zu feucht gehalten werden sollten um Kulturfehler vorzubeugen.

    Der Zustand der Welke kann außerdem dann eintreten, wenn der Wurzeldruck – der sogennante Turgordruck – kleiner oder gleich dem osmotischen Druck der Umgebungslösung ist. Dies ist eine Folge entweder eines zu hohen Nährsalzgehaltes also einer Überdüngung des Substrat (dadurch strömt das Wasser aus der Pflanzenzelle in das Substrat) oder aber das Substrat ist zu trocken (es kann kein Wasser in die Pflanze einströmen). Im Falle der Überdüngung kann durch zu kräftiges Gießen durch Auflösen der Salze die Konzentration noch weiter ansteigen, sodass der Prozess der Welke beschleunigt wird. Somit ist die Beobachtung, dass der Zustand der Welke durch zu starkes Gießen hervorgerufen wurde, nur ein Folgeerscheinung des zu starken Düngens.

    Auf jeden Fall muss entweder ein sofortiger Substratwechsel erfolgen oder kräftig durchgespült werden, um die Nährsalze zu entfernen. Bei reinem dest. Wasser erreicht dann die Pflanze wieder die höchste Turgeszenz, es sei denn sie ist bereits zu stark geschädigt worden!

  • Kann ich meine Orchideen auch während der Blühphase umtopfen?

    Nur die Orchideen-Art "Phalaenopsis" darf man während der Blühphase umtopfen. Sie ist weniger empfindlich als andere Orchideen, da an den Wurzeln keine feinen Fasern/ Härchen etc. sind, die durch das Umpflanzen verletzt werden könnten. Alle anderen Orchideen also erst umpflanzen wenn sie abgeblüht haben.

    Beim Umtopfen ist generell darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht verletzt werden. Sollte man allerdings faule oder trockene Wurzeln entdecken sollte man diese abschneiden, bevor die Pflanze in das neue Substrat gepflanzt wird. Nach dem Umtopfen frühestens nach 3 Tagen wieder Gießen, damit die abgeschnittenen Wurzeln bzw. evtl doch verletzte Wurzeln wieder verheilen können, sodass Würzelfäulnis vermieden wird.

    Um auf Nummer sicher zu gehen, warten Sie mit dem Umtopfen bis Ihre Orchidee abgeblüht hat, da Umtopfen immer etwas Stress für Pflanzen bedeutet.

  • Leitfähigkeit und Dünger

    Dies ist ein Beitrag von Dr. Molitor von dem Gartenbauinstitut der Forschungsanstalt Geisenheim zum Thema Leitfähigkeit und Dünger.

    Der Nährstoffbedarf von Orchideen wird im Hobbybereich, und nicht nur dort, häufig unterschätzt. Dies gilt zumindest für die am häufigsten vorkommenden Orchideengattungen, wie Phalaenopsis, Dendrobien und andere. Eine ganze Reihe Düngungsversuche in Versuchseinrichtungen bestätigen dies. Auch die Titel diesbezüglicher Veröffentlichungen, wie beispielsweise „Orchideen nicht verhungern lassen“ (GRANTZAU 2007; Deutscher Gartenbau 61(15), S. 16-17) oder „Phalaenopsis gut ernähren“ (AMBERGER-OCHSENBAUER 1996; Gärtnerbörse 96(44); S. 2128-2130) weisen darauf hin. Nährstoffkonzentrationen auf Basis von 100 bis 140 mg N/l sind durchaus angebracht. Dies gilt umso mehr, als Orchideen Substrate zumeist grob strukturiert sind. Das bedeutet, dass wenig Wasser und damit wenig Nährstoffe bei einem Gießvorgang im Substrat hängen bleiben.

    100-140 mg N/l bedeuten im allgemeinen Leitfähigkeitswerte der Nährlösung von über 1000 bis etwa 1500 µS. Das ist also völlig in Ordnung. Es ist auch unschädlich, wenn die Leitfähigkeit des Gießwassers hinzukommt. Für die Pflanze ist entscheidend die Nährstoffkonzentration. Beim Leitungswasser wird die Leitfähigkeit meist durch Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat und durch Sulfat bewirkt. Alles Ionen, die von der Pflanze in hoher Konzentration problemlos vertragen werden. Anders verhält es sich, wenn das Leitungswasser nennenswerte Gehalte an Natrium und Chlorid enthält. Es kommt also auf den Einzelfall an.

    Noch eine Bemerkung zum häufig verwendeten Regenwasser. Regenwasser enthält weder Calcium noch Magnesium. In handelsüblichen Flüssigdüngern sind Calcium und Magnesium nicht enthalten. Das hat technische Gründe, weil sonst Phosphat nicht in Lösung gehalten werden kann. Diese Nährstoffe müssen deshalb über das Gießwasser verabreicht werden, was bei Regenwasser nicht der Fall ist. Somit ist die Pflanze auf den geringen Vorrat im Substrat angewiesen, der bald erschöpft ist. Dies gilt besonders dann, wenn regelmäßig getaucht wird. Die Verwendung von Regenwasser erfordert deshalb eine spezielle Düngestrategie unter Verwendung von Kalksalpeter. Calcium ist ein Makronährstoff, wird demzufolge vergleichsweise großer Menge von der Pflanze benötigt wird. Zumindest ein Verschneiden des Regenwassers mit Leitungswasser sollte deshalb ernsthaft in Betracht gezogen werden.

  • Was ist das für ein weißer Belag auf dem SERAMIS Spezial-Substrat für Orchideen?

    Das SERAMIS Ton-Granulat ansich ist nahezu keimfrei, da das Substrat bei über 900°C gebrannt wird. Im Erdballen der Pflanze können jedoch neben anderen Stoffen auch Schimmelpilze enthalten sein, die bei zu feuchtem Granulat auskeimen können. Dies gilt im übrigen auch für die Schimmelsporen, die in der normalen Raumluft vorhanden sind.

     

    Treten Schimmelpilze auf, sollte das befallene Ton-Granulat entfernt, durch neues ersetzt und dieses trockener gehalten werden.

    Ein weißer Belag auf dem Orchideen-Substrat kann sich überwiegend an Holzstücken oder Rinde mit Holzresten finden. Es handelst sich dabei in den meisteb Fällen nicht um Schimmel oder Pilze, sondern um Bakterien mit pilzähnlichen Strukturen. Grundsätzlich sind diese Organismen im Naturhaushalt wichtige Zersetzer von Lignin und Cellulose, den Hauptbestandteilen von Holz oder Rinde. Insofern ist es eine ganz natürliche Erscheinung, bei Substraten mit Rindenanteil. Das "Ausblühen" kann durch hohe Feuchte gefördert werden.

     

     

     

     

  • Wie oft gebe ich SERAMIS® Vitalnahrung für Orchideen in das Gießwasser?

    Geben Sie bitte bei jedem zweiten Gießen die flüssige SERAMIS® Vitalnahrung in das Gießwasser. Durch die regelmäßige, schonende Bewässerungsdüngung sind Ihre Orchideen immer ideal mit der notwendigen Nahrung versorgt.

    Während der Ruhephase im Winter brauchen Sie nur bei jedem vierten Gießen zu düngen.

Fragen zum SERAMIS® Spezial-Substrat für Hortensien

  • Wie topfe ich meine Hortensie um?

    1. Hortensien mit Ihrem gut entwickelten Wurzelballen sollten nach dem Kauf sofort in einen größeren Topf gepflanzt werden, damit sie genügend Entwicklungsraum bekommen. Der Topf sollte mindestens 2/3 größer als der Wurzelballen sein. Benutzen Sie einen Topf mit Abzugsloch / Drainage und gegebenenfalls einen Untersetzer.

    2. Füllen Sie den Topf zunächst mit etwas SERAMIS® Spezial-Substrat und setzen Sie die Pflanze mitsamt Wurzelballen hinein.

    3. SERAMIS® Gießanzeiger bis zum unteren Rand des Anzeigefelds in den Wurzelballen stecken, um später den optimalen Gießzeitpunkt zu bestimmen.

    4. Füllen Sie den Topf bis etwa 3 cm unter der Topfkante weiter mit SERAMIS® Spezial-Substrat auf. Dabei gegen den Topf klopfen und das Substrat leicht andrücken. Wässern Sie anschließend die Pfl anze gut und lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen

  • Was ist das Geheimnis blauer Hortensien?

    Blau gefärbte Hortensien kommen in der Natur sehr selten vor, denn für die Blaufärbung muss während der Blütenbildung Aluminium verfügbar sein. Die Absenkung des pH-Wert auf ca. 4,5 im Substrat ermöglicht die Aufnahme des Aluminiums durch die Pflanze: Nur dann kann sich der Farbswechsel von Pink zu Blau vollziehen.

    Der pH-Wert im Substrat wird über die zeit durch das Gießwasser und den Dünger beeinflusst. Deshalb muss gerade zu Beginn der Knospenzeit für die richtigen Faktoren gesorgt werden, wenn eine Blaufärbung der rosa Hortensien erreicht werden soll (Weiße Hortensien färben sich niemals blau).

    Unter den verschiedenen Methoden der Senkung des pH-Wertes auf 4,5 und der Blaufärbung ist die Zugabe von Aluminiumsulfat die populärste. Allerdings sollte die Anwendung vorsichtig und am besten mit einem pH-Meter erfolgen, da ein zu niedriger pH-wert die Pflanze dauerhaft schädigen könnte.

Fragen zum SERAMIS® Gießanzeiger

  • Hilfreiche Tipps zum SERAMIS® Gießanzeiger

    Der SERAMIS® Gießanzeiger misst die Feuchtigkeit im Erdwurzelballen der Pflanze. Daher sollte er nach dem Umtopfen der Pflanze bis zum Anzeigefeld in den Wurzelballen gesteckt werden. Durch eine Öffnung im unteren Teil des Gießanzeigers besteht ein Kontakt zwischen Wurzelballen und Feuchtevlies. Ist der Wurzelballen feucht, signalisiert die Anzeige "blau". Trocknet das Ton-Granulat durch die Wasseraufnahme der Pflanze aus, schlägt die Farbe um auf "rot".

    Der Gießanzeiger gibt den Gießzeitpunkt, nicht die Gießmenge an. Diese richtet sich nach der Topfgröße und beträgt bei dem Verhältnis 1/3 Erde, 2/3 SERAMIS® Ton-Granulat ein Viertel des Topfvolumens. Nach dem Gießen der Pflanze benötigt der Gießanzeiger je nach Topfgröße ca. 2-4 Stunden für den Farbumschlag auf "blau".

    Bitte ziehen Sie keinesfalls den Gießanzeiger zum Ablesen aus dem Topf, da damit das empfindliche Feuchtevlies an der Spitze des Gießanzeigers beschädigt werden kann.

    Die Lebensdauer der SERAMIS® Gießanzeiger ist begrenzt und stark abhängig von der Qualität des Gießwassers.

    - Bei sehr kalkhaltigem Wasser lagert sich mit der Zeit Kalk auf dem Glasfaserpapier ab, wodurch der Farbumschlag behindert werden kann.

    Tipp: Sollten Sie sehr hartes Gießwasser haben, können Sie dieses mit Regenwasser oder mit Wasser aus einem handelsüblichen Wasserenthärter mischen, oder einfach über Nacht ein mit Torf gefülltes Säckchen in das Gießwasser hängen. (Der Torf entzieht dem Wasser den Kalk.).

    - Auch können sich im Anzeigefeld Huminsäuren (natürliche Bestandteile der Erde) ablagern, die das Glasfaserpapier braun-schwarz färben.

     

    Haben Sie Bedenken, dass der Gießanzeiger nicht korrekt anzeigt? Sie können dies ganz leicht selber überprüfen:

    Wechselt Ihr Gießanzeiger die Farbe nicht von "blau" auf "rot", überprüfen Sie die Ablesbarkeit am besten durch ein Austrocknen des Gießanzeigers: Dazu nehmen Sie den Gießanzeiger aus dem Topf und legen ihn an einen warmen Ort, wo er austrocknen kann (mind. ein Tag). Er sollte nun "rot" anzeigen. Falls das nicht der Fall ist, ist der Gießanzeiger defekt.

    Falls Ihr Gießanzeiger die Farbe nicht von "rot" auf "blau" wechselt, überprüfen Sie die Funktion und die Ablesbarkeit am besten durch den sogenannten Wasserglastest: Hierfür stellen Sie den Gießanzeiger mit „rotem“ Display in ein mit Wasser gefülltes Glas. Spätestens nach einer halben Stunde sollte er von "rot" auf "blau" umschlagen. Falls das nicht der Fall ist, ist der Gießanzeiger defekt.

    Die Gießanzeiger sind nur für das SERAMIS® Standard-Granulat geeignet und nicht für das SERAMIS® Orchideen-Spezial-Substrat!

  • Gießanzeiger sind NICHT für SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen geeignet!

    Das neue SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen ist eine Mischung aus größeren Tonkörnchen und hochwertiger Pinienrinde. Die Mischung von SERAMIS® mit Pinienrinde besteht aus unterschiedlich großen Bestandteilen und dadurch entstehen Zwischenräume. Diese führen dazu, dass die Kontaktfläche des Glasfaserpapiers im Gießanzeiger geringer ist oder evtl. keine Kontaktfläche besteht. Dadurch ist die optimale Funktion des Gießanzeigers nicht mehr gewährleistet und das Anzeigefeld des Gießanzeigers schlägt nach dem Gießen z.B. nicht von rot auf blau um.

    Wir empfehlen aus diesem Grund die Orchidee in einen Topf mit Abzugsloch zu pflanzen, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

  • Wie erkenne ich, ohne Gießanzeiger, wann meine Pflanze in SERAMIS® Standard Granulat Wasser benötigt?

    Falls Sie keinen Gießanzeiger verwenden wollen, können Sie sich an der Farbe der Tonkörnchen orientieren. Wenn die oberen 1-3 cm des Pflanzbodens, je nach Topfhöhe abgetrocknet sind, sollten Sie Ihre Pflanzen gießen. Trockener Pflanzboden hat eine hellere Farbe als feuchter.

    Es bleibt jedoch immer ein Restrisiko, da Sie die Feuchte in der tieferen Schicht nicht optimal berücksichtigen können.

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